Interview mit Charlotte Trinler, Zurich Insurance, Executive Development

 

Charlotte P. Trinler, zur Zeit des Interviews Leiterin des Executive Development von Zurich Financial Services, hat langjährige HR-Erfahrung, als HR Business Partner aber auch in Bereichen der Führungskräfteentwicklung, Management internationaler Entsendungen sowie Organisationsentwicklung. Sie ist heute als unabhängige Beraterin in den Bereichen Organisationsdesign, Transformations- und komplexen Veränderungsprozessen tätig.

 

Was unterscheidet ChallengeX von anderen Programmen?

 

Es ist ein Programm, das nicht durch die Trainer generiert wird. Jeder bringt sein eigenes Thema mit und arbeitet an etwas, was sich auf jeden einzelnen und sein Umfeld bezieht. Es ist auch ein großer Unterschied, dass man eigentlich sehr strukturiert arbeitet, aber dennoch sehr viel Freiraum hat, um kreative und innovative Ideen zu entwickeln - auch für einen selbst, ohne das man von außen gesteuert wird.

 

Was waren die langfristigen Ergebnisse von ChallengeX?

 

Der große Wert fürs Unternehmen, denke ich, ist, dass die Teilnehmer lernen, ohne vorgegebene Regeln an Herausforderungen heranzugehen. Wenn man die traditionellen Kurse/Seminare ansieht, ist es in der Regel immer so, dass das Thema vorgegeben ist. In einem ChallengeX Workshop ist das Thema nicht vorgegeben und das Resultat nicht vorhersehbar. Deshalb bringen die Leute ihre reellen Themen, ihre wirklich relevanten Sachen mit, die sie im Moment beschäftigen und womit die Organisation auch weiter entwickelt werden kann. Zum Beispiel kann in einer Firma wie der unseren die interkulturelle Zusammenarbeit sehr schwierig sein. Ursprünglich sind wir eine wirklich traditionell schweizerische Firma und die Leute, die in der Schweiz arbeiten, können sich gar nicht vorstellen, dass diese große Firma sich nun sehr angelsächsisch verhält. Solche Themen können natürlich in einen ChallengeX Workshop eingebracht werden und entsprechend Konflikte entschärfen oder eben Mut machen, Konfrontationen anzugehen, wenn man mit Kollegen aus anderen Kulturen zusammenarbeitet. Auch werden Blockaden gelöst und die Leute bekommen ein neues Verständnis für andere Kulturen, wenn sie deren jeweilige Herausforderungen reflektieren.

 

Was war Ihre eigene Erfahrung?

 

Für mich war es wirklich sehr spannend mit sehr verschiedenen Leuten zusammen zu sein. Die positive Erfahrung für mich war auch, dass ich von völlig verschiedenen Leuten Input bekommen habe, ihre Eindrücke, ihre Sichtweise vom Thema. Nachhaltig hat sich für mich verändert, dass ich eigentlich die Themen anders angehe. Die Struktur zwang mich ein Thema wirklich tiefgründig zu bearbeiten und lehrte mich, anders an Probleme heranzugehen. Sicher verändert hat sich, wie ich ein Thema anschaue und dass ich versuche, mal das Herkömmliche abzustreifen und einen anderen Lösungsweg anzugehen. Das ist etwas sehr Praktisches, sehr Pragmatisches. Ich denke, dass sich meine ganze Denkweise langfristig verändert hat. Ich denke, dass eine regelmäßige Teilnahme an ChallengeX Workshops einen positiven Einfluss auf die individuelle und auch die betriebliche Entwicklung hat.

 

Wie unterscheidet sich die ChallengeX Methode?

 

Andere Seminare und Workshops erarbeiten zwar viel, aber in einer sehr strukturierten Weise, wo der Ausgang oder das Resultat bereits klar ist. Die Trainer gehen in diese Workshops oder Seminare, so dass sie die Resultate kontrollieren können. Bei ChallengeX ist das eben nicht der Fall. Und ich glaube darin liegt die große Chance für das Unternehmen. Die Struktur von ChallengeX erlaubt, dass sich der Inhalt während des Workshops entwickelt. Darüber hinaus unterscheidet sich ChallengeX auch durch seine Philosophie von anderen Programmen. Workshops mit einem vorgegebenen Ausgang behindern das ganze Vertrauen der Menschen, etwas Neues generieren zu können. ChallengeX vertraut in die Fähigkeit der Menschen, etwas Gutes zu generieren ohne zu wissen wo es hingeht. Und dies ist eine sehr wertvolle Erkenntnis auch für Topmanager.